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Market Spotlight: Kurbeln neue EU-Daten- und KI-Regelungen die M&A-Aktivität 2026 an?
02 Dezember 2025 (Zuletzt aktualisiert 08 Dezember 2025) | Blog
Market Spotlight: Kurbeln neue EU-Daten- und KI-Regelungen die M&A-Aktivität 2026 an?
Highlights:
Die Europäische Kommission hat Pläne vorgestellt, die Daten- und KI-Regulierung zu vereinfachen und zu lockern – ein Schritt, der die M&A-Aktivität im Technologie-Sektor fördern könnte.
Im November veröffentlichte die Kommission das digitale Omnibuspaket, einen Gesetzesvorschlag, der das digitale Regelwerk – mit Vorgaben zu Daten, Cybersicherheit und KI – vereinfachen und die Berichtspflichten für Unternehmen reduzieren soll. Das Regelwerk ist 2024 in Kraft getreten.
Europa hat einige der strengsten KI- und Datenschutzgesetze der Welt. Deshalb wird das KI- und Datenrecht im Rahmen eines umfassenderen Programms überprüft – mit dem Ziel, die globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu reduzieren.
Die vorgeschlagenen Änderungen im Omnibuspaket sollen es Technologieunternehmen erleichtern, KI mit personenbezogenen Daten von EU-Bürgern zu trainieren. Dazu gehört auch, die Definition personenbezogener Daten anzupassen, um anonymisierte Daten auszuschließen, sowie möglicherweise die Übergangsfrist für Wasserzeichen in audiovisuellen KI-Inhalten zu verlängern.
Ein Impuls für Technologie-Transaktionen
Die Vorschläge des neuen Pakets müssen noch von der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament genehmigt werden. Sie signalisieren jedoch die Absicht der Kommission, mit der technologischen Entwicklung und dem Wachstum in den USA und China Schritt zu halten.
Wenn das digitale Omnibuspaket verabschiedet wird, könnte es die Bedenken der Technologieunternehmen reduzieren und zu mehr M&A-Aktivität sowie Investitionen in den europäischen Markt führen.
Die Einführung von KI in Europa hinkt im Vergleich zu den USA hinterher. Eine Accenture-Studie zeigt, dass 56 % der großen europäischen Unternehmen bisher keine transformative KI-Investition getätigt haben. Dies wirkt sich auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Arbeitskräfte aus. Laut Accenture könnten verbesserte KI-Fähigkeiten europäischen Unternehmen zusätzliche Einnahmen von bis zu 200 Mrd. € bringen.
Eine Lockerung der KI-Regulierung würde es europäischen Unternehmen erleichtern, KI in ihren Organisationen einzusetzen, und könnte zudem mehr M&A-Aktivität in diesem Bereich fördern.
Laut der Kanzlei White & Case entfiel fast drei Viertel des Venture-Capital-Investments in KI-native Unternehmen auf die USA, während Europa weniger als 12 % ausmachte. Die Kombination aus weniger strikten KI-Regelungen und EU-Initiativen zur Förderung von KI-Investitionen – wie die von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigte InvestAI-Initiative über 200 Mrd. € – könnte die M&A-Landschaft im europäischen KI-Sektor verändern und die Lücke zu anderen Regionen verringern.